Die neue Gesetzgebung wird die Behörden der EU-Mitgliedsstaaten dazu verpflichten, elektronische Nachweise für die Einhaltung einer Reihe von EU-Vorschriften für den Straßengüterverkehr zu akzeptieren. Sie legt einen harmonisierten Rahmen für den Übergang von Papierdokumenten zu elektronischen Informationen fest und legt gleichzeitig Interoperabilitätsregeln für die Anbieter von digitalen Plattformdiensten fest.

Warum ist dies für den Sektor wichtig?
Laut der Folgenabschätzung der Kommission dürfte der Güterverkehrs- und Logistiksektor bis 2040 von Kosteneinsparungen in Höhe von 20-27 Milliarden Euro profitieren. Etwa 60% dieser Einsparungen sollten den Straßentransportunternehmen direkt zugutekommen.
Die neuen Regeln folgen außerdem eng auf den Beitritt Schwedens zum eCMR-Protokoll und werden die stärkere Anwendung des eCMR in ganz Europa unterstützen. Bisher haben 25 Länder das Abkommen ratifiziert. Allerdings müssen noch weitere 10 Staaten der EU das elektronische Protokoll der CMR-Konvention ratifizieren, darunter auch Deutschland und Italien.
Zu den wichtigsten Vorteilen dieser neuen EU-Vorschriften gehören:
- Geringerer Verwaltungsaufwand
- Schnellerer und genauerer Informationsaustausch zwischen verschiedenen Parteien in der Logistikkette sowie zwischen Unternehmen und Behörden
- Effizientere, nachrichtendienstlich gestützte Durchsetzung
- Geringere Kosten und größere Transparenz
- Mehr Harmonisierung zwischen den EU-Mitgliedstaaten
Die aktuelle Coronavirus-COVID-19-Krise zeigt, wie wichtig digitale Lösungen in der Logistikkette sind. Die Europäische Kommission empfiehlt den EU-Mitgliedstaaten bereits jetzt dringend, nicht weiter auf Papier zu setzen, sondern den digitalen Informationsaustausch vollständig einzuführen, um das Kontaminationsrisiko zu verringern.