LKW-Maut: Das ändert sich in 2019

Zum 1. Januar 2019 ändern sich die Mautsätze für LKW auf Bundesstraßen und Autobahnen. Auch für LKW-Fahrer wird es neue Regeln bei der Bedienung der Mautgeräte geben. Hier finden Sie eine Übersicht über die Änderungen, die auf die Transportbranche zukommen.

Die LKW-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen wird zum neuen Jahr erhöht. Die vom Bundestag beschlossene Anhebung der Mautsätze zum Jahreswechsel wurde bereits Ende November vom Bundesrat bestätigt. Erstmals werden damit auch die Kosten der Lärmbelastung durch Lastwagen in die Berechnung einbezogen.

Elektro-LKW werden von der Nutzungsgebühr befreit, bis Ende 2020 müssen auch gasbetriebene LKW keine Maut bezahlen.

Maßgeblich für die Mauthöhe ist künftig, neben der zurückgelegten Fahrtstrecke, die Schadstoffklasse und die Lärmbelastung. Die Gewichtsklasse, und dadurch die höhere Straßen-Belastung durch schwere Laster, wird stärker berücksichtigt werden. Durch diesen Beschluss haben LKW-Fahrer künftig mehr Pflichten im Umgang mit der On-Board-Unit (OBU).

Mehr Mitwirkungspflichten für LKW-Fahrer

Bereits seit Juni 2018 erscheinen auf den OBUs die verschiedenen Fahrzeug-Gewichtsklassen. Bisher war die Eingabe jedoch freiwillig beziehungsweise nur für nicht mautpflichtige Fahrzeuge, also unter 7,5 Tonnen, relevant. Das ändert sich zum Jahreswechsel: Ab dem 1. Januar 2019 ist die Angabe der Gewichtsklasse verpflichtend. Darüber hinaus muss bei Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen über 18 Tonnen zusätzlich die Anzahl der Achsen eingegeben werden. Wird die Gewichtsklasse nicht eingestellt, führt das zur Ahndung und Nacherhebung der Mautbeträge, warnt Toll Collect.
Konkret werden die Gewichtsklassen wie folgt differenziert: von 7,5 bis 11,99 Tonnen, von 12 bis 18 Tonnen, mehr als 18 Tonnen mit drei Achsen sowie mehr als 18 Tonnen mit vier und mehr Achsen. Für die Ermittlung des zulässigen Gesamtgewichts von Fahrzeugkombinationen müssen laut Toll Collect die zulässigen Gesamtgewichte der Einzelfahrzeuge addiert werden. Stütz- und Aufliegelasten werden dabei nicht berücksichtigt.

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie die OBU richtig bedienen und die Gewichtsklassen korrekt einstellen:

Bund rechnet mit jährlich über sieben Milliarden Euro

Mit der Erhöhung der Maut zu Beginn des neuen Jahres will die Bundesregierung Mehreinnahmen von 2,5 Milliarden Euro im Jahr generieren. Statt bislang 4,7 Milliarden Euro sollen von 2019 an jedes Jahr im Schnitt 7,2 Milliarden Euro in die Bundeskasse fließen. Erst im Juli dieses Jahres war die zuvor auf den Autobahnen und einigen Bundesstraßen fällige Maut auf das gesamte Bundesstraßennetz ausgedehnt worden. Nun werden mit Jahresbeginn seit Einführung der Lkw-Maut in 2005 bereits zum fünften Mal die Gebühren angepasst.

Daniel Mahnken

Daniel Mahnken ist Senior Corporate Communications Manager bei Saloodo!. Als gelernter Journalist liegt ihm das Schreiben quasi im Blut. Nach seinem Sportpublizistik-Studium wollte er eigentlich Germany's Next Sport-Kommentator werden, doch dann entdeckte er die Logistik und kommt seitdem nicht mehr davon los.

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