3 Gründe für digitale Control Tower in der Supply Chain

Den Begriff „Control Tower“ gibt es schon seit langem in der Supply Chain und ebenso lange gibt es viele Missverständnisse, was diese Control Tower eigentlich sind.

Die Erwartungen vieler Führungskräfte in der Supply Chain an einen Control Tower sind oftmals anders als das, was Control Tower aktuell für ihr Geschäft leisten können.

Über Control Tower können Supply Chain Manager die Lieferkette ganzheitlich managen

Im Zuge der Digitalisierung haben sich die Control Tower von einer arbeitsintensiven Lösung zu einem grundlegenden System für die automatisierte Orchestrierung von Auftragsabläufen in der Lieferkette gemacht.

Kurzum, es gab einen riesigen Sprung in der innovativen, disruptiven Technologie der Control Tower – in der neuen, volatilen Umgebung sind sie erfolgsentscheidend.

Aber was sind die wichtigsten Herausforderungen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind, die die Notwendigkeit einer digitalen Control Tower Plattform vorantreiben? Das ist das Thema des heutigen Blogeintrags.

Grund #1: Sie brauchen eine bessere End-to-End-Sichtbarkeit von Echtzeit-Ereignissen

Studie #1: Nur 6% von 623 Supply-Chain-Profis in 17 Ländern glauben, dass sie die Transparenz der Lieferkette erreicht haben, so eine Umfrage von GEODIS. Interessant ist, dass 70% der Befragten ihre Supply Chain aktuell als sehr oder extrem komplex bezeichnen.

Es ist kein Geheimnis, dass Lieferketten immer komplexer werden. Mit der Vergrößerung der Angebotspalette von Produkten, personalisierten Produkten (Mass Customization), Auftragsschwankungen und kürzeren Lieferzeiten und -fenstern wird von Logistikern erwartet, dass sie eine größere Vielfalt an Informationen schneller als je zuvor erfassen, analysieren und darauf reagieren – und zwar ohne Fehler im Prozess. Dieser Druck mag den Supply-Chain-Führungskräften nur allzu vertraut sein, aber viele von ihnen stehen auf verlorenem Posten, wenn es darum geht, ihre Prozesse zu verbessern, weil sie nicht wissen, was zur gleichen Zeit in ihrer gesamten Lieferkette passiert.

Während täglich immer mehr Komplexität hinzukommt, bieten die digitalen Control Tower eine Art einzige „Quelle der Wahrheit“ über alle Aufträge. Sie gewährleisten ein Echtzeit-Management von Transporten über alle Ereignisse und am Transport Beteiligte hinweg, so dass Sie wirklich ausnahmslos managen können und sich um keine anderen Dinge kümmern müssen.

Grund #2: Sie müssen besser mit externen Parteien zusammenarbeiten

Studie #2: Als PricewaterhouseCoopers (PwC) im Rahmen des „Global Supply Chain and Risk Management Survey“ 209 globale Unternehmen befragte, stimmten 74% zu, dass die Zahl der Unternehmen in der Lieferkette in den letzten drei Jahren gestiegen sei. Und es ist ein wachsendes Problem: 94% der Befragten gaben an, dass Änderungen in der erweiterten Supply-Chain-Netzwerkkonfiguration häufiger auftreten, und 95% stimmten zu, dass die Diskrepanzen zwischen den Supply-Chain-Instanzen zugenommen hätten.

Während die End-to-End-Visibilität in der Regel die Nummer 1 auf der Liste der Unternehmen ist, wenn es um Control Tower geht, liegen die Sichtbarkeit und die Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten, Partnern und anderen externen Parteien knapp auf dem zweiten Platz. Es ist nicht mehr möglich, die gesamte Lieferkette intern zu betreiben, und das bedeutet, dass mehr externe Partner eine Funktion ausüben, die einen großen Einfluss auf das Kundenerlebnis haben.

Ein Digitaler Control Tower konzentriert sich auf den Aufbau und die Ausführung der Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern und den Systemen, die verwendet werden, um Aufträge über geeignete Partner für jeden Auftrag sowie in Abstimmung mit anderen Aufträgen zu orchestrieren. Dies bedeutet mehr individuelle Bestellmöglichkeiten, mehr On-Time-In-Full (OTIF) Bestellungen und effizientere Bestellabläufe, die Zeit und Geld sparen – auf allen Seiten.

Grund #3: Sie brauchen mehr Flexibilität in Ihrem Technologie-Paket

Studie #3: Wird meine derzeitige Supply-Chain-Organisation als zu komplex empfunden? 89% sagen „Ja“, 52% verbinden die Komplexität mit „langsamer Entscheidungsgeschwindigkeit und mangelnder Flexibilität“ – Accenture, 2017

Egal ob es darum geht, neue Produkte mit einzigartigen Anforderungen hinzuzufügen, Kunden neue Serviceoptionen anzubieten oder Märkte zu bedienen, die sie noch nie bedient haben – die eine Konstante im Business ist, dass nur die agilsten Unternehmen Vorteile haben. Siloartige und starre Strukturen schränken jedoch oft die Flexibilität der Supply Chain und die Fähigkeit ein, die Anforderungen des Marktes zu erfüllen.

Digitale Control Tower verbinden und erweitern etablierte Strukturen. Sie bieten Konfigurierbarkeit und Flexibilität bei der Organisation und Ausführung der Lieferkette über mehrere Partner hinweg. Sie wurden entwickelt, um Supply-Chain-Operationen zu skalieren, sodass Supply Chain Manager flexibel auf aktuelle und neue Geschäftsanforderungen reagieren können, die Ihnen von Kunden, Regulierungsbehörden oder der Konkurrenz aufgezwungen werden.

Digitale Control Tower: Es geht um Taten

Die Supply Chain Orchestrierung ist immer nur so gut wie die Sichtbarkeit, Zusammenarbeit und Optimierung, auf die reagiert wird. Letzteres ist die wichtigste Eigenschaft von digitalen Control Towern. Da die Lieferketten immer komplexer werden und immer mehr Anforderungen, Ereignisse, Beteiligte und Regionen zu berücksichtigen sind, benötigen Logistiker eine digitale Plattform, mit der sie die Ausführung von Aufträgen über diese Variablen hinweg sofort optimieren können. Digitale Control Tower werden gebaut, um komplexe Lieferketten zu orchestrieren und den Kunden ein perfektes Erlebnis zu bieten. In der aufstrebenden Erlebniswirtschaft (B2C und B2B) wird früher oder später jeder Kundenauftrag eine eigene Mikro-Lieferkette benötigen, die durchgängig und in Echtzeit gesteuert wird: Auf perfekte Bestellungen in diesem und den kommenden Jahren!

Daniel Mahnken

Daniel Mahnken ist Senior Corporate Communications Manager bei Saloodo!. Als gelernter Journalist liegt ihm das Schreiben quasi im Blut. Nach seinem Sportpublizistik-Studium wollte er eigentlich Germany's Next Sport-Kommentator werden, doch dann entdeckte er die Logistik und kommt seitdem nicht mehr davon los.

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